

Es ist Gang und Gebe dass in vielen Unternehmen ältere, schon längere Zeit außerhalb des offiziellen Supportzeitraums befindliche, Betriebssysteme eingesetzt werden. Hieran wird sich vermutlich auch in Zukunft nichts ändern. Gründe hierfür sind z.B. die Nutzung einer alten Software ohne Hersteller-Support, komplexe Anbindung von Maschinen in der Fertigung/Produktion, fehlende Lizenzen bzw. Lizenzkosten.
An dieser Stelle kann die Virtualisierung unterstützen und helfen um zumindest die Basis, d.h. die Hardware, auf stabile Füße zu stellen und gleichzeitig das Windows-System ein Stück sicherer und zuverlässiger zu machen.
In der Praxis bedeutet das, von der vorhandenen Konfiguration wird ein Abbild erstellt oder ggf. das vorhandene Computersystem direkt in eine virtuelle Maschine konvertiert. Hierbei werden dann alle hardwarespezifischen Treiber und Bausteine innerhalb der Windows-Umgebung entfernt und durch emulierte Treiber der Virtualisierungsumgebung ersetzt. Das heisst, das installierte Windows verliert seinen Bezug und seine Abhängigkeit zu der bis dato genutzten Hardware. Auf einer neuen Hardware wird dann die Virtualisierungs-Software (hier gibt es bewährte Lösungen unter anderem von Microsoft, VMWare und Citrix) installiert und darin das erstellte Abbild des zu virtualisierenden Systems eingebunden.
Durch die Virtualisierung ist ein schneller Wechsel der Hardware-Plattform möglich, da auf einer neuen Hardware nur die Virtualisierungs-Software installiert werden muss und die virtuellen Computer ausschließlich über die Virtualisierungs-Software und die emulierten Treiber mit der Hardware sprechen.
Das Thema Sicherung wird auch erheblich vereinfacht. Es können sehr schnell komplette Sicherungen der virtuellen Maschinen erstellt und zurückgesichert werden und zusätzlich, vor Änderungen an Konfiguration oder einspielen von Updates auf die wichtige virtuelle Maschine, sogenannte Snapshots erstellt werden. D.h. es wird eine Momentaufnahme des funktionierenden Systems erstellt; danach werden Updates usw. installiert und falls etwas nicht klappen sollte, ist man mit wenigen Mausklicks wieder beim Zustand des zuvor erstellten Snapshots.
Durch die Standardisierung und Verbreitung der Virtualisierung gibt es inzwischen auch sehr gut funktionierende Lösungen für die Anbindung von seriellen Komponenten (Drucker oder Fertigungsmaschinen), ISDN (z.B. zur Nutzung von virtuellen Faxservern), USB (Nutzung von Dongles) usw. usw.
Alles in allem eignet sich die Virtualisierung somit nicht nur für das Prinzip "Alles neu und toll und teuer..." sondern auch um vorhandene Umgebungen auf stabile, supportete und durch Garantie und Service abgesicherte Hardware zu portieren.
Go virtual!
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Patrick Schindler
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